Datentechnik

Administratoren sehen ihr Netzwerk meist erst ab der Patch-Dose. Doch das eigentliche Übertragungsmedium zwischen den Dosen entscheidet essenziell über die Qualität und Zukunftssicherheit des Netzwerks.
Während die Datenübertragungseigenschaften verschiedener Kabeltypen Netzwerkern immer wieder Gesprächsstoff bieten, bleiben die Adern des Netzwerks für viele Administratoren in mechanischer und physikalischer Hinsicht eine „Blackbox“: Vorne speist man Daten ein, hinten sollten sie tunlichst in geeigneter Form wieder herauskommen. Dabei spielen gerade die Kabelwerkstoffe und vor allem die genaue Form ihrer Zusammenstellung eine wesentliche Rolle für die Leistungsfähigkeit der Datenleiter. Das gilt gleichermaßen für die heute in LANs gebräuchlichen symmetrischen Kupferkabel wie für ihren designierten Nachfolger, die Glasfaser.

Die Kosten für die Verkabelung betragen inzwischen zwar nur noch fünf bis 15 Prozent der Gesamtkosten eines Netzwerks, doch ist sie immer noch der auf die längste Lebensdauer ausgelegten Teil des LAN. Einmal geplant und installiert, muss sie wenigstens ein Jahrzehnt, besser noch 15 Jahre zuverlässig ihren Dienst verrichten. Dabei soll sie ausbaufähig angelegt und auch für künftige Datendienste nutzbar sein. Angesichts der in steigendem Tempo aufeinander folgenden Innovationszyklen in der IT-Industrie stellt diese Anforderung eine immer höhere Hürde dar.

Basis der heutigen Gebäudeverkabelung von Netzen sind die in den letzten Jahren erarbeiteten Normen auf diesem Gebiet. Dabei gibt es im Wesentlichen drei grundlegende Normen, die für bestimmte geographische Regionen von Bedeutung sind:

– CENELEC EN 50173 (1995): „Informationstechnik: Anwendungsneutrale Verkabelungssysteme“, die in Deutschland auch als DIN EN 50173-1 und folgende in deutscher Sprache veröffentlicht wurde.
– ISO/IEC 11801 (1995): Generic cabling for customer premises
– EIA/TIA 568 A/B (1994): Commercial building telecommunications cabling standard

Die EN 50173 und die ISO/IEC 11801 haben im wesentlichen den gleichen Inhalt und enthalten auch die gleichen Anforderungen an die Kabel und Komponenten. Die EN 50173 ist eine europäische Norm, während die ISO/IEC 11801 weltweit verwendet wird. Die EIA/TIA-568 A/B wurde speziell für den nordamerikanischen Markt von der dortigen Telekommunikationsindustrie entwickelt. Sie ist eigentliche keine Norm, sondern lediglich eine Industrie-Spezifikation. Sie enthält auch geringere Anforderungen bezüglich der übertragungseigenschaften der Kabel als die anderen Bestimmungen. In der EN 50173 wird ebenso wie in der ISO/IEC 11801 die Gebäudeverkabelung in vier Bereiche eingeteilt.

Der Primär- oder Campusbereich verbindet die Gebäude eines Standortes untereinander und wird auch als „Campusverkabelung“ oder „Geländeverkabelung“ bezeichnet. Er umfasst sowohl die Verbindungen des Standortverteilers mit den Gebäudeverteilern als auch empfohlene Querverbindungen zwischen den Gebäudeverteilern der verschiedenen Gebäude aus Redundanzgründen. Die verwendeten Medien für datentechnische Anwendungen sind heute typischerweise Glasfaserkabel (Single- oder Multimode) und für die analoge oder digitale Telefonie immer noch Kupferkabel – außer man verwendet „Voice over IP“ (VoIP). Sollten Kabellängen von größer 2000 m notwendig sein oder extrem hohe Datenraten anfallen, können ebenso Kabel mit Singlemodefasern verwendet werden. Die Faseranzahl sollte in jedem Fall so bemessen sein, daß zukünftiges Wachstum der Netzanforderungen erfüllt werden kann. Als Faustregel sollte man 50% Reserve zum derzeitigen Bedarf addieren. Werden also derzeit acht Fasern benötigt, sollte ein Kabel mit zwölf Fasern verwendet werden.

Der Sekundärbereich sorgt für die vertikale Stockwerksverkabelung, er wird auch als „Steigleitungsverkabelung“ bezeichnet und umfasst die Verbindung des Gebäudeverteilers mit den Etagenverteilern, als auch empfohlene Querverbindungen zwischen den Etagenverteilern der verschiedenen Etagen aus Redundanzgründen. Die verwendeten Medien für datentechnische Anwendungen sind heute typischerweise Glasfaserkabel (Single- oder Multimode). Wenn im Steigleitungsbereich die Distanzen zwischen dem Gebäude- und den Etagenverteiler oder zwischen den Etagenverteilern kleiner als 100 m sind und Datenübertragungsraten nur bis 10 Gbit/s gefordert werden, lassen sich heute auch noch Kupferverkabelungen verwenden.

Der Tertiär- oder Horizontalbereich dient der horizontalen Stockwerksverkabelung, er wird auch als „Etagenverkabelung“ bezeichnet, und er umfasst die Verkabelung von den Etagenverteilern zu den Arbeitsplätzen. Die verwendeten Medien sind typischerweise Kupferkabel und Glasfaserkabel (ausschließlich Multimode). Die Länge der Segmente im Tertiärbereich sollte 100 m nicht überschreiten, wobei die Gesamtlänge der Verkabelung der drei Bereiche (Primär, Sekundär, Tertiär) in Bürogebäuden 2000 m nicht überschreiten sollte.

LAN, WAN oder WLAN sind für uns nicht nur Abkürzungen, sondern Möglichkeiten, Ihnen schnelle und sichere Kommunikation zu bieten. Neben der Integration aller Bestandteile des Netzwerks kümmern wir uns auch um den reibungslosen Betrieb.

Wir leisten für Sie:
» Planung eines geeigneten Netzwerkkonzeptes, das auf Sie zugeschnitten ist
» Implementierung der kompletten Hardware
» Installation der Komponenten und Einbindung in Ihre IT
» Wartung und Betreuung aller Netzwerkkomponenten
» Schutz vor Netzwerkausfällen
» Garantierte Support-Reaktionszeiten
» Integration von LAN und WAN-Komponenten inklusive Monitoring
» Möglichkeit der Remote-Einwahl