Videoüberwachung

Videoüberwachung ist die Beobachtung von Orten/Räumlichkeiten durch optisch-elektronische Einrichtungen.

In der Regel erfolgt bei dieser Form der Überwachung die Aufzeichnung und Analyse der gewonnenen visuellen Daten vollautomatisch. Die Daten werden digital gespeichert und die Bilder können durch Software analysiert werden. Zum Beispiel können Personen mit der Gesichtserkennung automatisch identifiziert werden oder von fahrenden Fahrzeugen automatisch die Nummernschilder erkannt werden.

Verwendet werden hier IP-Kameras, deren Videobild über ein privates oder öffentliches IP-Netz zur Überwachungszentrale übertragen und dort dargestellt und/oder aufgezeichnet wird. Die Übertragung der Videos erfolgt dabei rein über handelsübliche IT-Systeme (Router, Switches, etc.). Die Herausforderung ist in diesem Fall die zuverlässige und veränderungssichere (d. h. gerichtstaugliche) Übertragung. In der Regel wird sich aus datenschutzrechtlichen Gründen die Errichtung eines separaten Netzwerks empfehlen.

Bei digitalen Videoüberwachungsanlagen kann zudem der Betreiber sehr flexibel wählen, unter welchen Umständen und in welcher Form (niedrig- oder hochauflösendes Bild, Video) eine Aufzeichnung erfolgt. Die Kamera kann dabei selbst als Bewegungssensor dienen; findet eine Bewegung in einem oder mehreren vorher definierten Bereichen statt, kann eine Aufzeichnung – oder auch nur Protokollierung – erfolgen. Dies dient der Reduktion des Speicherbedarfs und des Zeitaufwands, der vom Betreiber in die Sichtung investiert werden muss.

Im Ausseneinsatz ist die Herausforderung Fehlauslöungen durch Insekten- und Vogelflug oder auch nur die Änderung von Lichtverhältnissen, Regen oder Schnee zu vermeiden, ohne aber gleichzeitig die eigentlich zu kontrollierenden Ereignisse zu verpassen. Am Markt sind technische Lösungen verfügbar, welche bei entsprechender Kombination ein optimales Ergebnis der Überwachung gewährleisten.

Eine Integration von anderen Signalquellen, z.B. von Alarmanlagen, ist ebenfalls möglich.

Aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der Signalerfassung, Weiterverarbeitung und Aufzeichnung gibt es keinen technologischen Standard für Videoüberwachungsanlagen.Je nach Einsatzgebiet und -standort müssen aber bei der Auswahl und Installation der Videoüberwachungsanlage von den Betreibern landesspezifische rechtliche Normen beachtet werden und schränken daher die Auswahl ein. Dies sind auch solche, welche sich nicht direkt mit Überwachung befassen, sondern mit Brandschutz, Unfallverhütung und insbesondere Datenschutz.

Die Abstimmung mit der zuständigen Datenschutzbehörde zur Ersteinrichtung kann nach Beauftragung gern durch uns übernommen werden.