Mittelspannungsanlagen & Trafostationen

In einer Transformatorenstation, auch Umspannstation, Netzstation, Ortsnetzstation oder kurz Trafostation genannt, wird die elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz des örtlichen Energieversorgers mit einer elektrischen Spannung von 10 bis 36 kV auf die in Niederspannungsnetzen (Ortsnetzen) verwendeten 400 Volt / 230 Volt zur Versorgung der Niederspannungskunden transformiert (umgewandelt).

Eine Trafostation besteht im Wesentlichen aus dem Gebäude, mindestens einem Transformator, einer Mittelspannungsschaltanlage und mindestens einer Niederspannungsverteilung.

Bei einfachen Trafostationen kann die Mittelspannungsschaltanlage auch nur aus einem Mittelspannungsschalter mit Trafosicherungen und die Niederspannungsverteilung aus nur einem niederspannungsseitigen Trafoschalter bestehen.

Die Trafostationen in Deutschland müssen mindestens entsprechend den Forderungen in DIN EN 61936-1 bzw. DIN VDE 0101 (Anlagen mit Nennspannungen über 1000 V) errichtet werden. Für fabrikfertige Transformatorenstationen gilt die Norm DIN EN 62271-202 (Hochspannungs-Schaltgeräte und Schaltanlagen – Teil 202: fabrikfertige Stationen für Hochspannung / Niederspannung).

Zusätzlich wird vom Energieversorger (EVU) bei Firmenstationen / Übergabestationen eine Zweitschließung bzw. ein Generalschlüssel gefordert.