Antennen-, Sat- & BK-Anlagen

Eine Antenne ist eine technische Anordnung zur Abstrahlung und zum Empfang elektromagnetischer Wellen, oft zur drahtlosen Kommunikation. Als Sendeantenne wandelt sie leitungsgebundene elektromagnetische Wellen in Freiraumwellen um, oder umgekehrt als Empfangsantenne die als Freiraumwelle ankommenden elektromagnetischen Wellen zurück in leitungsgebundene elektromagnetische Wellen. Wesentlich dafür ist die Transformation des Wellenwiderstandes der Leitung durch die Antennenanordnung in den Wellenwiderstand des Vakuums. Dabei entsteht eine elektromagnetische Freiraumwelle erst im Fernfeld. Anordnungen für Frequenzen unterhalb der Schumann-Resonanzen von etwa 16 Hz können aufgrund der großen Wellenlänge auf der Erde keine Freiraumwelle erzeugen.

Die Baugröße liegt in der Größenordnung der halben Wellenlänge, bei kurzen Wellenlängen auch ein Vielfaches und bei sehr langen auch einen Bruchteil davon und reicht von mehreren hundert Metern für den Längstwellenbereich bei unter 10 kHz bis hinab zu Bruchteilen von Millimetern für den Höchstfrequenzbereich bei über 1 THz.

Eine Satellitenrundfunk-Empfangsanlage ist eine haustechnische Einrichtung zum Empfang von Satellitenrundfunk.

Zweck einer solchen Empfangsanlage ist es, mehrere Parteien (bzw. mehrere Satellitenrundfunkempfänger, „Sat-Receiver“) über eine einzige Parabolantenne (als Gemeinschaftsantenne) zu betreiben. Es gibt verschiedene technische, zum Teil herstellerabhängige Lösungen zum Betrieb einer solchen Gemeinschaftsantenne.

Die in puncto Programmvielfalt und Zukunftssicherheit beste Lösung ist es, das Satellitensignal mit einem Multischalter und einer sternförmig strukturierten Antennenverkabelung zu verteilen (Satblock-Verteilung). Dazu ist meist eine aufwändige Adaptierung oder Neuverkabelung der Antennenanlage notwendig, was nicht immer möglich ist. Es ist für jeden Empfänger (Zweit-/Dritt-Fernseher, TWIN-Receiver) jeweils eine eigene Leitung vom Multischalter notwendig, unter Umständen werden also mehrere Kabel für jede Einheit benötigt.

Wenn eine Antenne auf einem Gebäude mit Blitzschutzanlage errichtet wird, sind die Blitzschutznormen VDE 0185-305 anzuwenden. In allen anderen Fällen gilt die VDE 0855 zur Antennenerdung; es wird unterschieden zwischen Empfangsanlagen – VDE 0855-1 und Sende-/Empfangsanlagen – VDE 0855-300.

Die Normen regeln, dass Antennenanlagen immer in den Potentialausgleich einbezogen werden müssen, um die bei einem Blitzschlag in der Antennenanlage auftretenden Ströme sicher in die Erde abzuleiten und welche technischen Maßnahmen dafür erforderlich sind.